Die "Guardians of Max Schmeling" gewinnen europäischen Wettbewerb "Labourgames"
26.02.2018

Mit Moral nach Rom

Der Weg nach Rom ist geebnet. Die Guardians of Max Schmeling schlugen ihren Endgegner. Nun dürfen sie 6500€ auf den Kopf hauen.

Die Guardians of Max Schmeling Quentin (10a), Gabriel (10a) und Christian (9c) – im Folgenden Guardians – setzten sich Ende Februar im Finale des europäischen Wettbewerbs Labourgames in Berlin mit ihrer Spielidee durch. Die drei konnten die Jury mit der Weiterentwicklung ihres Spiels überzeugen und stachen damit das fünfköpfige Gegnerteam aus:

 © Johanna Janiszewski

Alles begann im November 2017. Auf einem Game Jam entstand die Spielidee der Guardians, wir berichteten. Seit dem hat sich einiges getan. Das Spielgenre blieb bei Jump ´n Run, doch die Geschichte des Spiels wurde konkreter, damit änderte sich nicht nur der Name des Spiels sondern auch die Grafik und die Dialoge wurden überarbeitet.

 

© Sophie Carrière

Das Spiel heißt nun „Moral Run“ anstatt „Angry Boss“ und handelt davon, eine eigene Meinung zu haben, sich für Werte und eine bessere Welt einzusetzen. Eine Werberin will nicht einfach nur ihre Arbeit tun, sondern hinterfragt die Inhalte, die beworben werden sollen. Die Protagonistin Lucy entscheidet sich in Level 1, keine Werbung für eine Partei zu machen, deren Inhalte und Aussagen sie für Hetze hält. Das erste Level wurde graphisch komplett überarbeitet. In Level 2 wird Lucy vom Arbeitsamt ein Werbejob bei dem billigen Modehersteller/-discounter Crymarkt angeboten. Auch diesen lehnt sie ab und macht sich auf die Suche nach neuen Jobangeboten, dabei wird sie von Menschen verfolgt, die alle Geld von ihr haben wollen. Das zweite Level wurde von den Guardians gemeinsam mit ihrer Gamedesignerin Johanna Janiszewski in Berlin gestaltet. Das dritte und bisher letzte Level existiert bis jetzt nur auf dem Papier. Lucy hat einen neuen Job bei Like und kritisiert, dass Like keine Fairtrade-Schuhe verkauft. Die Chefin argumentiert, dass keiner so teure Schuhe kaufen wolle. Lucy hält dagegen und sagt, dass es auf die Werbung ankommt, also macht sie sich auf den Weg und sucht nach guten Ideen, dabei ist ihr Endgegner die Zeit.

Insbesondere der Bezug zum Beruf überzeugte die internationale Jury. Nun stehen den drei Guardians 6500€ zur Verfügung, um ihr Spiel in diesem Jahr mit professioneller Hilfe zu Ende zu entwickeln. Im nächsten Jahr geht es dann nach Rom, dort stellen sie das fertige Spiel auf europäischer Ebene vor, dafür ist eine Version mit englischen Dialogen angedacht.

von Sophie Carrière

 

© Sophie Carrière

 

Eindrücke und Highlights der Gewinner:

Christian: Die Teamarbeit mit meinen Teamkollegen hat sehr viel Spaß gemacht. Der Weg zum Spiel war nicht immer einfach. Manchmal war die Luft raus, aber wenn ich mich wieder ran gesetzt habe, wollte ich nicht mehr aufhören. Das Gefühl, als wir gewonnen haben, war komisch, denn zum einen konnte ich es nicht glauben und zum Anderen war ich glücklich.

Gabriel: Als erstes konnte ich nicht glauben, dass wir gewinnen, aber als wir gewonnen hatten, hatte ich ein gutes Gefühl. Ich fand auch gut, dass wir so gut im Team arbeiten konnten, obwohl wir fast alle aus einer unterschiedlichen Klasse kommen. Mein größtes Highlight an dem ganzen Wettbewerb von Labourgames war, dass wir - obwohl wir nur noch drei Leute im Team waren - trotzdem weiter gemacht haben.

Quentin: Ich habe erfahren, dass Programmieren Spaß macht. Ich würde es wieder machen.

 

Link zur Spielidee: tinyurl.com/moralrun 

Mehr zu den Labourgames: http://labourgames.eu

Eindruck von den Labourgames auf der Play 17 https://vimeo.com/244621659

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