Die MaxS trauert um Giesela Prange
19.04.2021

Am 10. April ist unsere langjährige Lehrerin, Kollegin und Freundin Gisela Prange überraschend im Alter von 71 Jahren verstorben.

Gisela Prange absolvierte von 1973 bis 1975 ihr Referendariat in Niedersachsen und arbeitete bis 1983 in Garbsen.

Am 1.8.1983 startete ihr langer Weg an der MaxS bzw. an der damaligen Haupt- und Realschule Denksteinweg. 32 Jahre arbeitete Frau Prange an unserer Schule als Lehrerin, danach absolvierte sie 5 Jahre lang verschiedene Lehraufträge. Bis zuletzt unterrichtete sie voller Elan zwei Französischkurse in den Jahrgängen 7 und 8.

Vergangenes Wochenende nahm die MaxS Abschied von Gisela Prange. Das SozialpädagogInnen-Team um Frau Tharau gestaltete hierbei im Schulgarten einen sehr würdigen Rahmen für die Trauerfeier.

Schulleiter Herr Scholz und die stellvertretende Schulleiterin Frau Reißig blickten zu Beginn auf Gisela Prange und ihr Leben an der MaxS zurück:

"Gisela Prange war authentisch, sie hat sich nie verstellt und musste es auch gar nicht, weil sie ein durch und durch positiv denkender Mensch war, der sich selbst gefunden hatte und anderen vorurteilsfrei und mit viel Humor begegnete.

Sie war ein Mensch, der mit all seiner positiven Energie uns gut tat, der viel Verständnis für sein Gegenüber mitbrachte (aber durchaus auch mal Tacheles reden konnte), der immer ansprechbar war und half und unterstützte. Ein Mensch, dessen Optimismus, Fröhlichkeit und Lebensfreude ansteckend war. Damit war sie für viele Schüler und Kollegen über all die Jahre ein nachhaltiger Halt, der Fels in der Brandung.

Sie vermittelte allen Menschen – vor allem auch ihren Schülerinnen und Schülern – das Gefühl  „du bist wichtig“, „ich freue mich, dir begegnet zu sein“. Diese Gabe machte sie zu einer so erfolgreichen, beliebten Lehrerin für ihre Schüler*innen und zu einer hoch respektierten und von allen geschätzten Kollegin.

Ihr Tod kam völlig überraschend für uns, aber auch für sie. Was für uns alle ein Schock war, ist gleichzeitig auch Trost. Sie wurde mitten aus einem Leben gerissen, das noch ihrs war. Voller Aktivität und mit vielen zukünftigen Plänen im Kopf, wie z.B. ein Omabuch für ihren Enkel zur Erinnerung an sie."

 

Ebrahim, aus der 10e, begleitet von Daniel Zickenrott und Nils Braun, sang danach in Gedenken an Gisela Prange das Lied "Für immer ab jetzt" von Johannes Oerding, während KollegInnen einen Apfelbaum als Erinnerung im Schulgarten pflanzten.

Das Kollegium verabschiedete sich im Anschluss daran mit einem Gedicht von Henry Scott Holland:

Der Tod ist nichts...

Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.

Abschließend schickten alle Trauernden ihre letzten Worte und Grüße an Gisela Prange. Begleitet wurde dieser emotionale Moment durch das Lied "Què vendrá" von ZAZ, dem Lieblingslied von Gisela Prange, vorgetragen von Daniel Zickenrott.

Wir werden Gisela sehr vermissen und sie in guter Erinnerung behalten.

Bon voyage, liebe Gisela!

 

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